Live Poker vs. Online Poker bei Titan – ein ganz persönlicher Vergleich

Gut, ich gebe zu: Seit ich Poker spiele, habe ich mich zu dem entwickelt, was man einen “Nerd” nennt. Ich verbringe sehr viel Zeit am Computer, spiele – meistens auf Titan Online Poker, weil es da die von mir so heißgeliebten Pot Limit Omaha Double Up Sit’n Gos gibt – und schreibe über Poker. Und ich lese Pokerbücher, am liebsten direkt am PC. Manchmal tue ich das sogar, während ich ein Turnier spiele.

Denn gerade das ist einer der großen Vorteile, die Online Poker für mich hat, auch wenn sogenannte “Experten” sagen, man solle sich auf eine einzige Sache konzentrieren: Pokern bietet mir viel mehr als nur die Möglichkeit, ein bisschen oder ein bisschen viel Geld zu gewinnen. Zumal ich eh lieber die Varianten spiele, die anders als No Limit Hold’em im Online Poker oft nicht das ganz große Gewinnversprechen bergen, Omaha eben, Stud oder Razz. Ich spreche jetzt auch nicht vom “Socializing”, das natürlich in einem Real Life Casino sehr viel ausgeprägter wäre  als in “meiner” Titan Online Poker Lobby.

Das, was ich meine, ist etwas, womit ich mir an einem realen Poker Tisch unter echten Menschen wirklich Stress einhandeln würde: das ein bisschen “zerstreute” Pokern, quasi nebenher, mit ein paar Unaufmerksamkeiten und ziemlich vertrödelt. Ich habe es schon vor ein paar Jahren für mich entdeckt und mittlerweile zu einer gewissen Meisterschaft darin gebracht. Wie die Entdeckung des Penicillins und andere große Entwicklungsschritte des Weltgeschehens wurde der Online-Poker-ist-eine-tolle-Nebensache-Modus aus einem reinen Zufall geboren. Und das ging so:

Ich hatte mir “Elements of Poker”, ein Buch des ehemaligen PokerPros Tommy Angelo, auf meinen PC heruntergeladen. Damals ohne mobilen Reader, war ich gezwungen am Bildschirm zu lesen. Plötzlich poppte ein Turniertisch hoch, ein $3.30 Pot Limit Omaha bei Titan Poker Online mit rund 300 Teilnehmern. Über der Lektüre hatte ich vergessen, dass ich mich angemeldet hatte. Mit dem Lesen wollte ich auf keinen Fall aufhören. Also machte ich aus der Not eine Tugend, spielte meine Hände, wenn ich dran war, behielt – völlig unangestrengt „nebenbei“, weil nicht zwangsfokussiert – die Big Stacks an meinem Tisch im Auge, konnte am Final Table (ich war immer noch am Lesen) mehrmals aufdoppeln und gewann schließlich, und zwar $230.

Zugeben, keine Reichtümer – aber etwas, das meinem Seelenzustand so gut tat wie der Sonnenschein einer wochenlang regengeplagten Landschaft. Ich glaube, besser werde ich nie spielen können – vollständig entspannt, ultimativ mein A-Game, weil meine rechte Gehirnhälfte sich frei betätigen konnte, da die linke mit dem Erfassen von Buchstabenreihen beschäftigt war. So etwas ist definitiv nur im Online Poker möglich. Beim Life Poker hätte ich mich wohl vor hämischen und ungeduldigen Nörgeleien kaum retten können, geschweige denn entspannen.

Darüber – über Anfeindungen und Drängeleien im Casino – hat Tommy Angelo übrigens auch geschrieben. Als Pokerautor neigt er dazu, Papier und Stift selbst am Pokertisch herauszuholen, wenn er etwas auf die Schnelle festhalten will. Und weil er am liebsten No Limit Hold’em spielt, stößt er oft auf blankes Unverständnis. Was ihn nicht kratzt, denn als alter Hase gerät er dadurch nicht auf Tilt. Ich für meinen Teil wäre dem nicht so gewachsen und bleibe lieber beim PLO, online auf Titan Poker. Und lasse mich ab und zu überraschen, wenn ich mich plötzlich in einem Multi Table Turnier wiederfinde. Entspannt im Hier und Jetzt.