Uwe Krupp – Sein Aufstieg zur Berühmtheit

Uwe Krupp wurde in Köln geboren und ist auch ein Trendsetter, da er der erste deutsche Spieler war, der den legendären Stanley Pokal gewann. Er hatte auch eine ausgezeichnete Eishockey-Karriere sowohl als Spieler als auch Trainer. Von Scotty Bowman (Trainer von Buffalo Sabres) im Alter von 19 entdeckt, als er bei Kölner Haie spielte, Krupp wurde 1983 die 214. Auswahl im NHL Entry Draft und fuhr nach Amerika, wo seine Karriere wirklich begann.

Er debütierte gegen Montreal Canadians und spielte auch bei Rochester Americans (eine Unterteilung der Sabres). Sein nächster größer Erfolg war 1989/90, als er im letzten Spiel ein Tor in der Verlängerung erzielte und dadurch warf Pittsburgh Penguins aus dem Play-Off Rennen.   Diese Leistung ist beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Krupp in der Verteidigung spielte. Krupp verbesserte Jahr für Jahr sein Punktestand mit den Sabres und erwarb sich schnell den Ruf eines mobilen Verteidigers mit höchste Genauigkeit. Mit einem wachsenden Ruf, wurde Krupp für das NHL All-Star Spiel ausgewählt und hierbei, wurde nach Walt Tkaczuk nur der zweite Deutsche, der in diesem Spiel spielte. Er spielte 1991 und 1999 mit den anderen All-Stars.

Am Anfang der 1991-92 Saison, wechselte Krupp zu New York Islanders im Rahmen des Tausches zwischen Pierre Turgeon und Pat LaFontaine. Krupp lebte sich bei den Islanders ein und wurde der zweitbeste defensive Spieler in dem Kader und machte wieder die Saison der Pittsburgh Penguins zunichte (Titelverteidiger des Stanley Pokals), als er die Islanders half, die Penguins im Play-Off Spiel zu schlagen. Hättest du auf die Islanders gewettet, hättest du auf der online Sportswetten-szene abkassieren.

Er konnte diesen Überraschungssieg jedoch nicht wirklich genießen, da er mehrmals entwurzelt und gewechselt wurde, bis er bei Quebec Nordiques landete. Quebec zog bald nach seiner Ankunft um und benannte um Colorado Avalanche. Bei Colorado Avalanche hatte Krupp eine große Wirkung mit einem entschiedenen Tor am Ende des Spiels gegen Florida Panthers (Ich weiß, du dachtest, dass er die Penguins noch einmal herumgeistern würde). Die dritte Verlängerungsphase des vierten Spiels, die engste Lücke aber getroffen.

Er gewann 2002 noch einen Stanley Pokal und arbeitete nochmal mit Bowman bei den Detroit Red Wings. Krupp ging 2003 wegen Verletzungen in den Ruhestand, verständlich nach 729 Eishockey-Spiele (Diese Sportart ist nicht so zart).  Das war aber nicht die Ende seiner Karriere. Nein, weil er jetzt trainieren würde!

Nach seinem Ruhestand, übernahm Uwe Krupp die Leitung von Atlanta Duluth Ice Hawks Jugendmannschaft, während er als Trainer bei THP Thunder AAA Hockey arbeitete. Er blieb bei Atlanta und THP Thunder nur kurz, bevor er die Möglichkeit griff, als Assistenztrainer für die deutsche Nationalmannschaft zu arbeiten (verständlich). Er arbeitete allmählich die Ränge hoch und wurde 2005 Assistenztrainer der Herren-Nationalmannschaft unter der Leitung von Greg Poss. Krupp ersetzte Poss, als Poss resignierte. Krupp führte die deutsche Herren-Nationalmannschaft zum 10. Platz bei den 2006 Olympischen Spielen in Torino. Im Jahr 2010 bei der Weltmeisterschaft in Deutschland führte Krupp die Nationalmannschaft zum Halbfinale und bis jetzt ist der größte Erfolg seit Deutschland Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1976 gewann.  Aber zurück in Amerika, wurde Krupp 2009 zum vierten Mitglied der Avalanche Alumni Association eingeführt.

Bald nach der Weltmeisterschaft, kehrte Krupp zum Team seiner Heimatstadt Kölner Haie zurück und arbeitete als Cheftrainer ab Juli 2011. Es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten, dass Eishockey im Blute liegt, als sein Sohn Björn Krupp der Mannschaft auch beitrat und sie erreichten in den Jahren 2013 und 2014 aufeinanderfolgende Finale. Sein Coaching war offensichtlich erfolgreich!  So effektiv, dass er Top-Trainer der deutschen Eishockey-Liga in der Spielzeit 2012-13 benannt wurde. Er verließ 2014 das Team und seitdem trainiert das Eishockey-Team Eisbären Berlin.

Anfang des Jahres ankündigte die IIHF, dass Krupp in die IIHF Ruhmeshalle im Rahmen der Abschlussklasse von 1997 eingeführt würde. Eine geeignete Hommage an den Eishockey-Star.